Luxussteuer für Privatpiloten in Italien

Wer derzeit mit dem Privatflugzeug nach Italien unterwegs ist, muss damit rechnen, sehr unschön zur Kasse gebeten zu werden. Eine Gesetzesänderung legitimiert die Erhebung einer „Luxussteuer“ auf privat und geschäftlich betriebene Flugzeuge und Hubschrauber. Doch jetzt scheint eine Lösung in Sicht.

Gemäß einem Post der AOPA, sind sich die Verantwortlichen offenbar mittlerweile bewusst, welche Auswirkungen eine „Ausperrung“ ausländischer Piloten auf die italienische Wirtschaft tatsächlich hat. Nachgeholfen wurde hier argumentativ durch zahlreiche Protestschreiben einzelner Piloten und dem Engagement der verschiedenen Verbände. So sei die Steuer derzeit faktisch noch nicht erhoben worden, wenn gleich auch eine schnelle Revidierung nicht wirklich realistisch ist – handelt es sich doch bereits um ein in Kraft getretenes Gesetz.

Ein kurzer Rückblick: Wie die AOPA Anfang Februar berichtete, hat Italien auf Grund der wirtschaftlichen Schieflage eine „Luxus-Steuer“ auf schnelle Autos, größere Boote und eben Flugzeuge aufgelegt. Demnach dürfen je nach MTOW bis zu 7,50 EUR pro kg bezahlt werden – wenn man sich länger als 48h im Land aufhält – egal zu welchem Zweck. Einige wenige Grtuppen sind von der Steuer ausgeschlossen, so beispielsweise Fluggesellschaften. Nicht hingegen Business-Jets. Nimmt man beispielhaft das Durchschnitts-MTOW einer Cessna Citation, so verteuert sich der Geschäftsflug gerne Mal um 100.000 EUR – keine guten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss auf italienischem Boden.

Neben Zweifel an der rechtmäßigkeit einer solchen Steuer (vgl. ICAO, Artikel 15), mehrten sich auch direkte Proteste der Organisationen und Piloten. So startete die AOPA beispielsweise in Kooperation mit der italienischen Gesellschaft eine Aktion an der sich jeder einzelne beteiligen kann. Auf der Website der AOPA kann sich jeder ein Musterprotestschreiben herunterladen. Es wird empfohlen dieses Schreiben schriftlich, z.B. per Fax an die ermittelten Empfänger zu richten.

Bleibt zu hoffen, dass unsere Rufe Gehör finden und dieser Wahnsinn ein Ende findet.

Gibt es jemanden der ggf. eigene Erfahrungen zum Thema berichten kann, wie seht ihr die Sache?

Zuletzt geändert am 9. April 2012 um 09:40 Uhr von Markus.